Achtsamkeit

Journaling: Mein Tagein-Tagaus-Tagebuch

Journaling: Sich glücklich schreiben
Sich glücklich schreiben

Ich habe als Jugendliche für eine Weile Tagebuch geführt, in einem hübschen A5-Büchlein im Japanstil. Ich bin dabei weder besonders ehrlich zur Sache gegangen, noch hat es mir große Freude bereitet. Im Gegenteil – ich fand es lästig. Also hab ich es nach ein paar Monaten wieder sein lassen und dachte, die Sache mit der Tagebuchschreiberei hätte sich erledigt.

Als ich mich aber mehr mit Achtsamkeit und Meditation beschäftigt habe, bin ich auf das Konzept des Journalings gestoßen. Das ist im Grunde nichts anderes als Tagebuchführen, aber der Fokus liegt hier auf dem befreienden Sich-alles-von-der-Seele-Schreiben und ihm werden magische heilsame Kräfte nachgesagt.

Außerdem eignet sich Journaling hervorragend dazu, kreatives Lostexten zur Gewohnheit zu machen. Gerade für Wortmenschen wie Schriftsteller, Texter, Übersetzer oder Journalisten kann es also eine exzellente Übung sein.

Tagebuch ade, Journaling ahoi

Aber wie sieht das nun konkret aus? Es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen. Ein Beispiel sind die Morgenseiten, die Julia Cameron mit ihrem Buch The Artist´s Way bekannt gemacht hat. Dabei nimmst du dir direkt nach dem Aufstehen tapfer drei Seiten Papier vor und schreibst drauf los, bis sie voll sind. Mit der Hand, wohlgemerkt. Schreib einfach auf, was dir in den Sinn kommt, ungefiltert, eine Assoziation folgt der nächsten. Wie eine Art Großreinemachen saugst du dir dabei neben allerlei Belanglosigkeiten auch so manche Seelennot aus dem Herzen. Weiterlesen „Journaling: Mein Tagein-Tagaus-Tagebuch“

Fitness

Trailrunning: Runter vom Asphalt

Trailrunning: Der Wald bietet eine Vielfalt an wilden Pfaden
Der Wald: unzählige wilde Pfade

Trailrunning klingt erstmal ziemlich aufregend, nach Dschungel, Hindernislauf und Abenteuer, nach Ultraläufen mitten durchs Gebirge oder die Wüste. Und das alles kann es auch sein, absolut. Genauso gut kann aber dein lockeres Joggen durch den Park als Trailrunning durchgehen. In diesem Artikel stelle ich dir das Grundkonzept vor und gebe ein paar Tipps für den Einstieg.

Wenn du mehr erfahren willst, lege ich dir Lisa Jhungs Buch Trailhead: The Dirt on All Things Trail Running ans Herz. Sie hat mit viel Humor ihr Fachwissen in handliche 264 Seiten gegossen. Das Buch liegt auch in deutscher Übersetzung vor, ist aber unzureichend lektoriert und voller (sprachlicher) Fehler. Wenn dich das nicht juckt, wirst du auch hierin alles finden, was wichtig ist für deinen Trail.

Über Stock und Stein – deine Route

Was also genau ist das, ein Trail? Ein Trail ist ein unbefestigter Weg, der irgendwohin führt. Trails findest du (fast) überall – es muss nicht gleich ein Wildwechsel mitten durch die Pampa sein. Der Kiesweg rund um den Baggersee, die Feldwege hinter Meyers Hof oder Langeoogs 14 km langer Sandstrand sind ebenfalls Trails. Keine Trails dagegen sind asphaltierte oder gepflasterte Wege, Betonstraßen, Stadionbahnen oder Laufbänder. Weiterlesen „Trailrunning: Runter vom Asphalt“

Fitness

Abenteuer Lauftraining: Das Fahrtspiel

Als passionierte Waldläuferin laufe ich meist auf vorgezeichneten Pfaden, den Waldwegen. Ich weiß, wie lang meine Strecken sind und wie viel Zeit ich für sie benötige. Manchmal will ich aber mehr, als nur so vor mich hinlaufen. In diesem Artikel möchte ich dir das Fahrtspiel vorstellen, mit dem du Abwechslung in deinen Lauf bringst.

Das Spiel mit der Geschwindigkeit

Lass die Uhr aus dem Spiel und hör auf dein Gefühl
Lass die Uhr aus dem Spiel und hör auf dein Gefühl

Der Begriff Fahrtspiel hat nichts mit dem Fahren auf Rädern, sondern eher mit „Fahrt aufnehmen“ zu tun. In Schweden, wo Leichtathlet Gösta Holmér diese Trainingsform in den 1930er Jahren begründet hat, nennt man sie Fartlek, was wörtlich übertragen Geschwindigkeitsspiel bedeutet.

Fartlek gehört zu den Intervalltrainings. Unter Intervalltraining im Laufsport verstehen wir für gewöhnlich ein ziemlich striktes Training. In genau definierten Abständen wird das Tempo angezogen, dann wieder verlangsamt. Dieser Rhythmus verändert sich im Laufe der Trainingswochen und folgt vorher festgelegten Mustern, um eine optimale Leistungssteigerung zu erreichen. Das lässt sich sehr gut auf einem Laufband oder auf dem Sportplatz trainieren.

Das ursprüngliche Fartlek dagegen ist die freie Form dieses Trainings und für den Lauf im Grünen bestimmt. Du gestaltest dabei die Intervalle ganz nach Schnauze. Schnelle Sprints, flotte Abschnitte und Erholungsphasen wechseln sich ab. Je nachdem, welche Strecke du vor dir hast, kannst du verschiedene Landmarken zur Orientierung einsetzen: Von hier bis zum nächsten Baum, zur nächsten Steigung, bis zur Kreuzung volle Fahrt voraus und danach leichtes Traben bis zum See. Das machst du allein davon abhängig, wie deine Tagesform ist und worauf du Lust hast.  Weiterlesen „Abenteuer Lauftraining: Das Fahrtspiel“

Achtsamkeit

Meditationsübung: Kurze Meditation für Anfänger

Such dir eine Zeitinsel
Such dir eine Zeitinsel

Um dir den Einstieg in die Meditationspraxis zu erleichtern, habe ich dir eine kleine Übung zusammengestellt und für dich eingesprochen. Sie ist angelehnt an den typischen Aufbau einer Meditation von Headspace.

Suche dir dafür eine ruhige Viertelstunde, in der du nicht gestört wirst. Wann du das machst, ist dir überlassen. Für mich fühlt sich der Morgen nach einer guten Zeit fürs Meditieren an, weil ich so gleich einen richtig entspannten Start habe. Mach das aber, wie es sich für dich am besten anfühlt. Du kannst ja mal herumprobieren! Das gleiche gilt auch für deine Position – ob du lieber auf einem Stuhl oder dem Boden sitzt oder es dir auf dem Rücken im Bett bequem machst – auch das ist ganz deine Sache. Weiterlesen „Meditationsübung: Kurze Meditation für Anfänger“

Achtsamkeit

Meditation: Einfach mal loslass-Zen

Meditation soll 10% glücklicher machen und gilt als unverzichtbarer Turbobooster für unser Gehirn. Sie wappnet uns für die Anforderungen, denen wir uns täglich stellen müssen. Viele nehmen sich deshalb vor, nicht nur mehr Sport zu treiben oder gesünder zu essen, sondern auch mit dem Meditieren anzufangen.

Meditation – was sie ist und was sie nicht ist

Ich finde, hier liegt ein Missverständnis vor, was typisch für unsere auf Leistung gebürstete Gesellschaft ist: Meditieren hat wenig mit Selbstoptimierung und Gehirntuning zu tun, dafür aber sehr viel mit Loslassen.

Quelle der Ruhe
Quelle der Ruhe

Studien zeigen: Meditation ist eine effiziente Entspannungstechnik. Atem und Herz gehen langsamer, der Blutdruck sinkt, dein Stoffwechsel beruhigt sich. Für das Immunsystem schädlicher Stress wird vermindert. Und, wenn du regelmäßig meditierst, wirst du gelassener und lässt dich von deinen Alltagsproblemen nicht mehr so in den Bann ziehen: Du gewinnst Abstand und Klarheit.[Quelle: Techniker Krankenkasse

Du und dein Gehirn, ihr profitiert also beide von regelmäßiger Meditation und der Entwicklung von Achtsamkeit. Insofern ist es ein Gehirntuning, aber eben anderer Art. Wir verstehen als Meditierende, dass es gerade nicht darum geht, es im Leben immer weiter zu bringen und immer besser und schneller zu sein. Sondern, dass wir unser Glück im Hier und Jetzt finden, im Annehmen dessen, was da ist. Und das mag dann ungefähr – Zen mal Daumen – 10 % glücklicher machen. Auf jeden Fall macht es mich 100 % entspannter. Weiterlesen „Meditation: Einfach mal loslass-Zen“